Theaterpreis des Bundes 2019

Aus 119 Bewerbungen hat eine von Kulturstaatsministerin Monika Grütters berufene Fachjury insgesamt elf Theater ausgewählt und das Theater Erlangen gehört zu den diesjährigen Preisträgern. Der „Theaterpreis des Bundes“ wird zum dritten Mal verliehen und würdigt herausragende Leistungen kleiner und mittlerer Theater sowohl im künstlerischen Programm als auch im kulturellen Gesamtangebot der Theater und Spielstätten.

In der Begründung der Jury heißt es:
Das Theater Erlangen positioniert sich unter der Intendanz von Katja Ott in der Metropolregion Nürnberg als „Stadttheater der Zukunft“. Zu diesem Thema hat es im Januar dieses Jahres seines 300. Jubiläums ein Forum mit Theaterschaffenden, Vertreter/innen aus Politik und dem „ensemblenetz-werk“ organisiert, außerdem für sich selbst einen hausinternen Leitbildprozess mit allen Mitarbeitenden durchgeführt. Als größte Kunstinstitution der 110.000-Einwohner-Stadt vernetzt es sich in Erlangen mit anderen Institutionen wie der die Stadt prägenden Universität, mit Schulen, Vereinen, der Stadtbibliothek.

Mit einer Bürgersprechstunde der Dramaturgie öffnet es sich der Mitgestaltung durchs Publikum. In seinem Programm setzt es mit zeitgenössischen Stücken auf der großen Bühne und Zusammenarbeit mit renommierten Größen der freien Szene wie Hans-Werner Kroesinger und Turbo Pascal Akzente. Mit 14 Regisseurinnen bei 25 Produktionen leistet Erlangen einen wichtigen Beitrag zur Geschlechtergerechtigkeit im deutschen Theaterbetrieb, und im Regienachwuchswettbewerb werden neue Talente entdeckt und gefördert.

Der „Theaterpreis des Bundes“ ist mit einem Preisgeld von 75.000 Euro verbunden und wurde am 27. Mai 2019 im Theater Gera verliehen. Die Realisierung des Theaterpreises des Bundes erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum des Internationalen Theaterinstituts (ITI).