Schweig Bub!

von Fitzgerald Kusz | Gastspiel des Landestheater Coburg

Eine fränkische Familie feiert die Konfirmation des einzigen Sohnes. Nach der kirchlichen Zeremonie hat man sich zum Festessen versammelt – die ganze Familie mit Onkel, Tante, Cousine und weiteren Bekannten. Nur der Pfarrer lässt sich zum Leidwesen der Mutter nicht blicken. Zwischen Leberknödelsuppe und Festbraten wird viel geredet und der Alkohol fließt in Strömen. Nach und nach entgleitet die Atmosphäre, Konflikte zwischen den Familienmitgliedern werden hochgespült und die Anwesenden machen aus ihren Herzen keine Mördergrube. Nur Fritz, der Konfirmand, kommt nicht zu Wort …

In seinem Klassiker „Schweig, Bub!“ lässt Fitzgerald Kusz eine Konfirmationsfeier in valentineskem Ausmaß eskalieren. Ganz in der Tradition des modernen Volkstheaters schaut Kusz seinen Protagonisten aufs Maul und ihre kleinbürgerliche Fassade fällt in sich zusammen. Seit seiner Uraufführung vor rund vierzig Jahren hat „Schweig, Bub!“ in unzähligen Fassungen die Bühnen erobert und wurde erfolgreich verfilmt. Jetzt hat der renommierte Autor, der 1944 in Nürnberg geboren wurde und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet ist, u. a. 1988 mit dem Kulturpreis der Stadt Nürnberg und 2017 mit dem Bayerischen Poetentaler, seinen Text noch einmal ganz neu überarbeitet. Im Großen Haus eröffnet das Schauspiel die Spielzeit mit seiner Komödie in einer Inszenierung des Schauspieldirektors Matthias Straub; an seiner Seite – ganz nach dem Motto „Never change a winning team“ – für das Bühnenbild Till Kuhnert und für die Kostüme Carola Volles.

Regie ... Matthias Straub
Bühne ... Till Kuhnert
Kostüme ... Carola Nokes

Fritz ... Lean Fargel
Hans ... Nils Liebscher
Gretl ... Friederike Pasch
Onkel Willi ... Thomas Straus
Tante Anna ... Kerstin Hänel
Gerda Eva ... Marianne Berger
Manfred ... Niklaus Scheibli
Hanna ... Solvejg Schomers

Fotos: © Henning Rosenbusch

Spielort

Markgrafentheater
Dauer: ca. 2 Stunden

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