Andorra

Parabel von Max Frisch

Der junge Andri wächst im Glauben auf, als jüdisches Waisenkind einst von seinem Pflegevater vor dem antisemitischen Nachbarvolk gerettet worden zu sein. Doch auch die Gesellschaft, in der er nun lebt, gibt ihm unaufhörlich zu verstehen, dass er „keiner von ihnen“ sei. In der Lehre, im Wirtshaus, auf der Straße: Stets ist Andri der Jude, der Außenseiter. Die Zuschreibungen der anderen zehren an ihm. So lange, bis er allmählich selbst meint, „anders zu sein“. Und auch die Wahrheit über seine Herkunft ihn nicht mehr rettet. Mit der Inszenierung möchte das Theater Erlangen einen aktuellen Beitrag zur Debatte um Rassismus und Antisemitismus leisten und Fragen der Identität und Herkunft nachgehen.

Regie & Musik ... Markolf Naujoks
Bühne & Video ... Marina Stefan
Kostüme ... Theda Schoppe
Dramaturgie ... Udo Eidinger

Spielort

Markgrafentheater

Premiere: 21.01.21