“Aufruf an alle!” - 100 Jahre Sophie Scholl (UA)

Der Name Sophie Scholl steht beispielhaft für zivilen Widerstand gegen das NS-Regime. Ihre Aktionen, die sie zusammen mit ihrem Bruder Hans und Freunden im Namen der „Weißen Rose“ durchführte, zeugen bis heute vom Mut Einzelner, gegen politische Unterdrückung und Gewalt vorzugehen. Mit Flugblättern und Parolen auf Häuserwänden appellierten sie an die Zivilbevölkerung, der Politik Hitlers nicht weiter zu folgen, und wurden dadurch im Nachkriegsdeutschland zum Symbol eines wehrhaften Bürgertums. Doch die historische Person Sophie Scholl wird heute auch von rechten politischen Bewegungen instrumentalisiert. Ziviler Ungehorsam und passiver Widerstand gehören zu den gängigen Aktions- mitteln der sogenannten Identitären und vieler weiterer Akteure, die sich mit dem couragierten Handeln Sophie Scholls für ihre eigenen Absichten schmücken. Im Jahr des 100. Geburtstages von Sophie Scholl widmet sich das Theater Erlangen mit einer Stückentwicklung für eine Schauspielerin dem Kampf um „die geistige Freiheit des Menschen“ und wirft einen Blick auf die Frage, wie diese Freiheit heute in Deutschland und anderswo verteidigt wird.

Regie & Fassung ... Pascal Wieandt
Bühne, Kostüme & Video ... Kathrin Hauer
Dramaturgie ... Udo Eidinger

Cast

Mit
Nina Lilith Völsch

Spielort

Theater in der Garage

Premiere: 10.06.21

Fotos: ©Jochen Quast
Trailer: ©Florian Reichart

Termine

Dauer: 1 Stunde 20 Minuten

Die Inszenierung ist als Jugendstückepreis-Nominierung zum Heidelberger Stückemarkt 2022 eingeladen.
Mehr unter heidelberg-aktuell.com.

Falk Schreiber schreibt auf nachtkritik.de über unsere Inszenierung am 02.05.22 beim Heidelberger Stückemarkt: "Völsch bringt dieses Wechselbad zwischen echtem Aktivismus und echter Demütigung im Stil einer aus dem Ruder laufenden Lecture Performance auf die Bühne."

ab 14 Jahren