Else (ohne Fräulein)

nach der Erzählung von Arthur Schnitzler von Thomas Arzt

Else, eine junge Frau, steht in Arthur Schnitzlers Novelle Fräulein Else aus dem Jahr 1924 vor einer folgenschweren Entscheidung. Nachdem ihrem Vater eine Verurteilung wegen Veruntreuung droht, bittet ihre Mutter sie, bei einem reichen Herren ein Darlehen zu erwirken und so dem Vater das Gefängnis zu ersparen. Den dringend benötigten Kredit ist der Geldgeber jedoch nur bereit zu gewähren, wenn Else sich ihm nackt zeigt.
Dieses schonungslose Sittenbild einer Zeit überträgt nun knapp hundert Jahre später der Dramatiker Thomas Arzt auf unsere Gegenwart und verschärft damit gekonnt den moralischen Konflikt, in dem Else sich befindet. Als Live-Zoom-Inszenierung für eine Spielerin und mehrere Kameras wird die Erzählung um soziale Zwänge, Moral und Einsamkeit nicht nur zeitlich ins Heute übertragen, sondern auch dort aufgeführt, wo der Konflikt dieser Fassung spielt: in den sozialen Medien.

Regie … Kyra Lisa Peters
Dramaturgie … Udo Eidinger

Spielort

Zoom

Premiere 14.11.21