Tresenlesen IX: Sechsunddreißig Stunden

von Ödön von Horváth, gelesen von Hermann Große-Berg

Agnes und Eugen lernen sich vor dem Münchner Arbeitsamt kennen. Sie verbringen den Tag und die halbe Nacht miteinander und verabreden sich für den nächsten Nachmittag. Dazwischen jedoch trifft Agnes ihren Zimmernachbarn, verdingt sich als Aktmodell und unternimmt eine Spritztour im Cabriolet eines Eishockeyprofis, immer auf der Suche nach dem Glück, einer Arbeitsstelle oder zumindest einer Einladung zum Gurkensalat. Die Begegnungen schöpfen ihr komisches Potenzial aus Horváths liebevoll-genauer Figurenzeichnung, die er durch eigene Beobachtungen im Biergarten schulte. Bei aller Gesellschaftskritik zeigt die Erzählung, wieviel Poesie doch in der Abschweifung liegt. Das (Happy) End kommt schließlich ganz anders als gedacht.

Spielort

Open Air / Zoom